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UNIFIL: Nur Mut, hauen wir ab! (info # 010902/10 DV) [Analysen]
© Metula News Agency

Mardi 09 février [15:22:00 IST]

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Von Ilan Tsadik

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Auf Deutsch!

 

 

Übersetzung: Gudrun Eussner

 

Zur Erinnerung:

 

Am 29. Dezember 2009 haben wir einen fotografischen Knüller gebracht, der auf der libanesischen Seite, einige Meter entfernt von der israelischen Grenze, dieses Bild eines permanenten Stützpunktes der UNIFIL (Der Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon) zeigte. (Hier, in Französisch: [Le poids des mots, les photos du déshonneur].

 

Man sieht dort zwei Panzerwagen der UNO sowie ein weißes Schilderhaus unter einer Hisbollah-Fahne, einem Konterfei ihres Chefs Hassan Nasrallah und einem kleineren Foto, das die Beerdigung mit militärischen Ehren eines israelischen Fallschirmspringers zeigt, der von der schiitischen libanesischen Miliz getötet wurde.

 





Die Aufschrift auf dem Beerdigungsfoto heißt arabisch: "Khitman ila zawal",

 





was auf Deutsch bedeutet: "Euere Vernichtung ist sicher!"

 

Abrakadabra:

 

Es scheint, daß man in den Vereinten Nationen beunruhigter war durch den Artikel der Mena als die gesamte Herausgeberschaft der Medien; unsere Kollegen Journalisten nahmen unsere Entdeckung mit ohrenbetäubendem Schweigen auf.

 

Tatsächlich, als ich diesen Morgen (5. Februar 2010) mit meiner Freundin Nihya und unserem Boxerhund Taz in den Obstgärten von Metula, der Position der UNO gegenüber, spazieren ging, bemerkte ich, daß der Posten der UNIFIL, der sich dort seit vielen Monaten befand, ganz einfach... hm... verschwunden war.

 





Die UNIFIL Position an diesem Freitagmorgen

(Foto: Ilan Tsadik © Metula News Agency)

 

Es fällt auf, daß die Fahne der Hisbollah - eine grüne Hand, die eine Kalaschnikow hält - ebenfalls nicht mehr dort ist. Man weiß nicht, wer sie entfernt hat.

 

Der Knüller der Mena vom Dezember hat den Soldaten der Vereinten Nationen reichlich Arbeit gebracht: nicht nur mußten sie das Schilderhaus abreißen und es anderswo hinbringen, was - ich gebe es zu - nichts von einer Herkules-Arbeit hat, aber sie haben auch die Fässer wieder zusammengepackt, die es beschützten.

 

Es sind die grünen, mit Sand gefüllten Fässer, die man auf dem ersten Foto wahrnehmen kann, die zur Sicherheit der Besatzung der weißen Hütte gegen einen eventuellen Angriff durch ein Fahrzeug bestimmt waren. Die sind sehr viel schwerer wegzuräumen.

 

Aber keine Frage für die tapferen Krieger, beim Abzug das Konterfei von Nasrallah mit dem Aufruf zum Völkermord an uns abzuhängen. Mutig, aber nicht tollkühn, diese Kameraden! Ich erinnere sie dennoch daran, daß sie Soldaten des "Friedens" sind, und daß der Aufruf zu einem neuen Holocaust nicht exakt eine friedliche Botschaft darstellt.

 

Es ist eine Tatsache, daß ihr auf der Resolution Nr. 1701 des UN-Sicherheitsrates beruhendes Mandat auch die Entwaffnung der Hisbollah und die Kontrolle an der gesamten Grenze des Libanon zur Verhinderung der Einschleusung von Waffen und Munition für die illegalen Milizen vorsieht.

 

Tatsächlich aber ist die Hisbollah dabei, völlig ungestraft jedes schiitische Dorf in Süd-Libanon in eine bewaffnete Bastion zu verwandeln, umgeben von so vielen menschlichen Schutzschilden, wie es Bewohner in der betroffenen Ortschaft gibt.

 

Jetzt sollte Richard Goldstone kommen und sich das ansehen: Wenn es erst darum geht, die Leichen einzusammeln, ist es nutzlos.

 

Was den Schmuggel der Waffen aus Syrien angeht, da hat die UNIFIL es nicht einmal versucht, dagegen vorzugehen. Der Zustrom dieser Waffen hat die legale Regierung des Landes der Zedern zum Beobachter degradiert, mit dem Iran als wirklichem Herrscher des Landes, so daß ein Konflikt auf dessen Initiative hin heute unvermeidlich erscheint.

 

Unter diesen Bedingungen kann man den Abbau des besagten Postens nur als eine exzellente Werbeaktion für die Metula News Agency ansehen. Unsere Leser können somit versichert sein, daß wir nicht überflüssig sind, daß jedermann beeinflusst ist durch unsere Arbeit, und daß diejenigen, deren Abonnement nicht geregelt ist, gut beraten wären, das umgehend zu tun, ohne erst den nächsten Konflikt abzuwarten.

 

Ein herzliches Dankeschön von Ilan an unseren Werbeagenten Ban Ki-Moon, der nebenbei auch Generalsekretär der UNO ist, an unseren besten PR-Sprecher!

 

Die Soldaten des internationalen Kontingents haben also das Lager aufgelöst, aber beim näheren Hinsehen erkannte ich...

 





(Foto: Ilan Tsadik © Metula News Agency)

 

daß diese Ritter der modernen Zeiten sich nur ein wenig (etwa fünfzig Schritte) von Hassan Nasrallah und seinem Aufruf zu unserer kollektiven Vernichtung entfernt hatten, nur eine Angelegenheit, um politisch korrekt zu bleiben.

 

Die Schelme haben sich im Olivenhain versteckt, um ihre Anwesenheit vor den fürchterlichen Angriffen der Mena und ihrer Canon zu verbergen.

 

Wenn sie die Absicht gehabt hätten, sich vor den Blicken und den Kalaschnikows der Verrückten Allahs zu verstecken, hätten sie sich auf der anderen Seite der Bäume versteckt. Welch eine Binsenwahrheit!

 

Aber das Adlerauge von Ilan Tsadik, der von klein auf gewohnt ist, diejenigen zu entlarven, die in der Umgebung verschwinden wollen, ist nicht so leicht zu täuschen. Unsere aufmerksamen Leser - die besten, um die uns der gesamte Berufsstand beneidet - werden, schon bevor ich sie aufmerksam mache, bemerkt haben, daß das weiße Objekt, das ich im Gebüsch verewigt habe, nichts anderes ist, als das Heck des rechten Fahrzeugs auf dem Foto vom Dezember (oder ein Panzerwagen desselben Modells).

 

Aber wofür ist es gut, die Mühen auf sich zu nehmen, sich meiner Aufmerksamkeit zu entziehen, wenn weniger als 500 Meter von dort ein anderer Panzer der UNIFIL Wache schiebt (aber gegen wen?), unter einem anderen Poster der schiitischen Miliz, über dem diesmal das Banner der Hisbollah im Winde flattert?

 

Auf der Höhe eines engen Passes unterhalten sich vier Blauhelme in aller Ruhe, ohne sich der Gefahr bewußt zu sein, unter dem Slogan "Nakhnou almofajaat!" wörtlich: Wir werden Euch überraschen!

 





(Foto: Ilan Tsadik, Metula News Agency)

 

Das ist für uns bestimmt, aber es könnte auch sie angehen, wenn sie einen Augenblick das Attentat von Drakkar vergessen, die Bombardierung der Baracken in Beirut, 1983, das eben die Hisbollah verübte, und das 58 französische Fallschirmjäger das Leben gekostet hat.

 

Bevor ich Sie für den Augenblick verlasse, möchte ich hinzufügen, daß die Soldaten der UNIFIL keine Schuld tragen an diesem Akt der Feigheit. Trotz meiner natürlichen Schalkhaftigkeit halte ich viel davon, nicht Personen zu bezichtigen, die nicht verantwortlich sind dafür, worüber ich spreche.

 

Sie führen strikt die Befehle aus, die auf politischer Ebene ausgegeben werden. Nicht allein in Manhattan, am Hauptquartier der UNO, sondern auch an den Spitzen der Staaten, die Truppen für das internationale Kontingent bereitstellen.

 

Diejenigen, die glaubten, daß ihre Mission angeordnet war durch die Resolutionen des Sicherheitsrates, büßen jetzt für ihre Naivität. Dann muß man aber präzisieren, daß diese Soldaten nicht die Soldaten der Vereinten Nationen sind, auch wenn sie deren Uniform tragen.

 

Und Israel hat über sich verfügen lassen, als es 2006 akzeptierte, seine Operation im Libanon nach der Ermordung von acht unserer Jungs durch die Hisbollah zu beenden, gegen die Versprechungen der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates, angefangen bei Frankreich, dem Anstifter der Resolution Nr. 1701, die Bedingungen dieser Resolution durchzusetzen.

 

Michaël Béhé, in Beirut, dem ich diese kleine Reportage vorab gezeigt habe, schätzt ein, daß die Affäre des Verrats der Resolution Nr. 1701 sie sehr viel mehr kosten wird als das, handelt es sich doch um die Unabhängigkeit seines Landes, seiner Freiheit und die Sicherheit der Seinen.

 

Er hat mich informiert, daß er sich unseren Lesern dazu demnächst bei Gelegenheit eines Artikels anvertrauen wird. Ein Text, den man nicht missen sollte.

 

 

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